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Mutter,
wozu hast Du Deinen
aufgezogen,
Hast Dich
zwanzig Jahr' um ihn
gequält?
Wozu ist
er Dir in Deinen Arm
geflogen,
Und Du
hast ihm leise was
erzählt?
Bis sie
ihn Dir weggenommen haben
Für
den Graben, Mutter,
für den Graben!
Junge,
kannst Du noch an Vater
denken?
Vater
nahm Dich oft auf seinen Arm,
Und er
wollt' Dir einen Groschen
schenken,
Und er
spielte mit Dir
Räuber und Gendarm
Bis sie
ihn Dir weggenommen haben
Für
den Graben, Junge,
für den Graben!
Werft die
Fahnen fort!
Die
Militärkapellen
spielen auf
Zu Eurem
Todestanz!
Seid Ihr
hin?
Seid Ihr
hin?
Ein Kranz
von Immortellen,
Das ist
dann der Dank des
Vaterlands!
Hört
auf
Todesröcheln und Gestöhne!
Drüben
stehen
Väter, Mütter, Söhne,
Schuften
schwer, wie ihr, um's
bißchen Leben.
Wollt Ihr
denen nicht die
Hände geben?
Reicht
die Bruderhand als
schönste aller Gaben
Über'n
Graben, Leute,
über'n Graben!
Kurt
Tucholsky
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